YUM monthly #3: Marillen!

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Die Marille

lat. Prunus armeniaca
dt. sonnengelbe, sommerliche Aprikose
öst. Marille
***

Biologie

Marillen oder auch Mirabellen werden seit langem erfolgreich kultiviert. In Europa gibt es zur Zeit etwa 20 verschiedene Sorten, die meisten bekannt für ihre Region. Wachauer Marillen gehören übrigens keiner eigenen Sorte an, hierbei handelt es sich um eine geschützte Ursprungsbezeichnung für Marillen aus der Wachau. Die Wachauer Marille erhält hier in Österreich besonders viel Aufmerksamkeit, immerhin stammen 85% aller heimischen Marillen aus der Wachau. Die Niederösterreicher widmen ihr jedes Jahr sogar einen eigenen Kirtag.

Geschichte

Marillen gab es schon in der Antike, darüber ist man sich einig. Ob sie nun aus Armenien, Indien oder doch aus China stammen, konnte noch nicht erklärt werden. Bei einer archäologischen Ausgrabung in Armenien fand man Marillenkerne aus der Kupfersteinzeit (ca. 7.000 – 6.000 Jahre v. Chr.). Andere Quellen weisen auf die Kultivierung von Marillen in Indien seit ca. 3.000 v. Chr. hin.

In Europa werden Marillen seit dem 19. Jahrhundert in der ungarischen Tiefebene angepflanzt, heute auch verstärkt im Mittelmeerraum aber auch etwas weiter nördlich und im deutschsprachigen Raum. Weltweit führend sind die Türkei und der Iran.

Anbau

In Mitteleuropa ist die Marillensaison von Juli bis August. In südlicheren Regionen kann die Ernte schon beginnen. Die Marillen im Winter kommen aus Übersee.

Marillen sind sehr genügsam. Sie sind beliebte Früchte in sonnenintensiven Regionen, da ihnen sandige Böden, Hitze und Trockenheit nicht viel anhaben können. In der Tibetregion gibt es übrigens eine besonders kleine Marillenart, die sogar in Höhen von ca. 4.000 m klarkommt und den Winter übersteht.

Gesundheit

Marillen enthalten trotz ihres süsslichen Geschmacks relativ wenig Zucker. Dafür enthalten sie umso mehr Vitamine und Mineralstoffe. Etwa Vitamin B oder Betakarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird.

Küche

Wusstet ihr, dass sämtliche Teile der Marille essbar sind, Kern inklusive? Während das köstliche Fruchtfleisch in roh, gekocht, gebacken, gebraten gebrannt oder gegärt in der österreichischen Küche auftaucht, findet auch der Marillensamen (der vom Kern umgeben ist) Verwendung – in der Amarettoherstellung. Die Samen selbst sind giftig, sie enthalten das typische Bittermandelaroma Amygdalin. In geringen Mengen ist der Verzehr möglich, aber keineswegs empfohlen!

Umso ungefährlicher und köstlich ist etwa das Kokos & Marillen-Crumble.

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