[Blogurlaub!] Zitronige Amaretti

Hat euch unser erster Stopp gefallen?
Ich bin jedenfalls in richtig angenehmer Urlaubsstimmung. Nicht nur, dass ich in meinen Kaffee-und-Kuchen-im-Kaffeehaus-Modus gewechselt bin (way too deliciously much for one day but hey, it’s holidays!), es ist auch nett, kurz mal dem Alltag zu entfliehen. Gedanken und Sorgen hinter sich zu lassen und mal unbeschwert in den Tag starten. Klingt doch nett, oder?

Es gehört einfach dazu, sich im Urlaub die Füße wund zu laufen, Fotos zu schießen, Fotos von Speisen zu schießen, noch mehr durch die Gegend zu laufen, neue Eindrücke zu gewinnen und den Alltag hinter sich zu lassen. Und: sich selbst etwas zu gönnen. Nachdem ich neue, designy Cafes mit netter, durchdachter Einrichtung, gutem Kaffee, leckerem selbstbemachten Kuchen und passionierten Menschen dahinter toll finde, gönne ich mir das. Und weil ich so etwas auch gerne machen würde, in einem anderen Leben.

Jetzt geht es weiter mit unserem Italienausflug. Und zwar am besten nach Mailand.
Mailands Kaffeehäuser haben eine lange Tradition, 200 Jahre alte Cafes sind keine Seltenheit. Ich mag zwar grundsätzlich die jungen lieber, wenn die historischen aber auf eine besondere Backtradition zurücksehen, mache ich gerne eine Ausnahme. Vielleicht bin ich von den altehrwürdigen, schönen Wiener Kaffeehäusern mit unglaublichem Wiener Charme (= in dem Fall das Äquivalent zu unglaublicher Unfreundlichkeit) etwas geschädigt. Aber zurück zur Historie.

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Eine italienische Spezialität, Amaretti, kommt von hier.
Ende des 18. Jahrhunderts verliebte sich Francesco Moriondo, der Schatzmeister des Savoyen Hauses in eine sizilianische Zuckerbäckerin, die ebenfalls für den Hof arbeitete. Ihre Spezialität: Mandelkuchen. Einige Jahre später, nachdem sie die Savoyens hinter sich gelassen hatten, eröffnete Francesco mit seiner Liebe in Mombaruzzo eine Konditorei und sie stellten weiterhin ihren Mandelkuchen her. Und wurden berühmt. Die Besonderheit? Sie fügten dem ansonstem süßem Mandelgebäck auch eine paar Mandeln mit leicht bitterem Geschmack (amaro=bitter) hinzu. Sie wurden ein Hit in Mailand, Neapel, Turin und Rom. Mit seinem Tod vererbte Francesco Moriondo die Rezepte an seine Enkel. Die Konditorei gibt es übrigens immer noch, sie wird seither von Generation zu Generation von der Familie weitergeführt.

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Und weil es so schön ist, gibt es heute eine zitronige Variante.

Zitronige Amaretti


inspirit von Gnom Gnom

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ergibt etwa 20 Stück

200 g Mandeln, fein gerieben
140 g Zucker
2 Eiwiß
1 TL Zitronenschale

 

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Die Mandeln mit dem Zucker und der Zitronenschale vermischen.
Das Eiweiß zu Eischnee schlagen. Die Mandelmischung vorsichtig unterheben.
Mit einem Teelöffel kleine Bälle formen und auf ein Backpapier setzen. Für etwa 2 Stunden rasten lassen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen und Amaretti für ca. 10-15 Minuten, je nach gewünschter Konsistenz und Farben backen. Auskühlen lassen.

Enjoy!

spacedude3

– Julz

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