2D-Christbaum als weihnachtliche Wanddekoration

Dieses Jahr gibt es bei uns keinen Christbaum. Zumindest keinen herkömmlichen.
Bisher zierten Superduperriesenwundertannen vom Christbaumwunderlandverkäufer ums Eck unser Wohnzimmer. Bei 3,6 m Raumhöhe konnte man sich da schon austoben. Christbaum aussuchen ist eigentlich schon eine liebgewonnene Tradition geworden. Die Bäume besetzten den gesamten Marktplatz und man bekam automatisch Winterwaldfeeling beim Durchgehen. Der Blick, der Geruch, hmmm.

Ich kämpfe allerdings jedes Jahr wieder mit mir, ob es nicht doch ein Baum im Topf sein soll, damit ich das Leben des Baumes nicht für ein paar Wochen Heimeligkeit und Tannenduft beende. Ich weiss, das ist vermutlich nicht das erste Argument, das einem in den Sinn kommt, wenn man über die Wegrationalisierung des Christbaums aus den eigenen vier Wänden nachdenkt. Da kommt wohl die Biologin in mir durch.

Aber ganz ohne? Weihnachten ist schliesslich die Zeit, wo man ruhig mal selber Kind sein kann (ohne dabei milde belächelt zu werden) und da gehört ein schöner grosser Baum für mich einfach dazu. Heuer werde ich mir aber keine Gedanken über die Farbe der Kugeln machen oder mit D. Wetten abschliessen, wann ich die letzte Tannennadel in der letzten Ecke finden werde. Heuer gehe ich durch meine gigantomanische Fotosammlung, lasse das Jahr Revue passieren und dabei entsteht ganz nebenbei ein Baum.

So gehts

  Fotos des vergangenen Jahres durchsehen und Aufnahmen besonderer Momente, Menschen und Orte aussuchen. Am besten 24 Stück. Vielleicht noch farblich bearbeiten (ich mags nicht allzu bunt, also habe ich die Bilder vom Farbton her etwas gedämpft)

  Diese schön ausdrucken. Quadratisch selbstverständlich. Auf Karton oder mattem Fotopapier, in Polaroid-Design. Ausschneiden. (Meine Bilder sind 5cm im Quadrat + je knapp 5mm Rand, unten ca. 2cm) Der untere Rand eignet sich auch gut für persönliche Botschaften.

  Eine Anordnung überlegen, in Christbaumform etwa. Einen passenden Untergrund suchen, eine Stoffwand (wie die mit dem aufgedrucktem Baum vom großen Schweden), eine Tafelwand oder eine freie Wand. Mit Sicherheitsnadeln, doppelseitigem Tixo, Washi-Tape oder wiederablösbarem Kleber aufbringen. Freuen.

Die Idee eignet sich sicher auch als Adventkalender im nächsten Jahr, mit Erinnerungsfotos statt Süssigkeiten. Jeden Tag ein Foto aufhängen. Am 24. einen ganzen Baum haben. Freuen.

DIY-Christbaum3

Mehr Platz bleibt einem. Keine Nadeln. Schöne Momente. Keine Nadeln. Kein Baum wurde gefällt. Keine Christbaumkugelfarbwahlsoll ich heuer neue besorgen-Krisen. Und länger hängen lassen kann man ihn auch, ohne Brandgefahr.

Wie sieht euer Christbaum dieses Jahr aus? Habt ihr einen oder probiert ihr auch einmal etwas anderes?

spacedude4

– Julz

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s