Sunday Thoughts & Kokos küsst Zitrone-Kuchen

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Dinge, die einem sonntags durch den Kopf gehen

Ok, nicht ganz, aber „Dinge, die einem nachts oder am am Weg zur Arbeit durch den Kopf gehen, aber man nur am Sonntag Zeit hat, sie tatsächlich festzuhalten“ wollte ich diesen Absatz nun wirklich nicht betiteln.

Having work. Dass man sich in einem gewissen Ausmaß über jene Tätigkeit definiert, mit der man seinen Lebensunterhalt bestreitet, ist klar. Wie gross dieses Ausmaß aber tatsächlich ist, erfährt man vermutlich aber erst dann bewusst, wenn es eine drastische Veränderung gibt. In meinem Fall, diesem Job dem Rücken zu kehren, nach Jahren der Begeisterung, Ernüchterung, des Alles Wollens, des Ball flach haltens, des Rauswachsens. Wenn diese Definition, die sich allmählich eingeschlichen hat, seine Grundfesten verliert und man so richtig ganz genau hinsehen muss, welche Parameter an einem Job diejenigen sind, die man auch in Zukunft haben will.

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Living outside the box. Wenn man dann noch eine Ausbildung hat, die ca. 30 Leute in Österreich haben, Berufserfahung in einem superinteressanten Themenfeld (mit etwa ebensovielen Beteiligten) gesammelt hat, gestaltet sich alles … nebulöser. Berufliche Ziele, die nicht als „ich will POTUS werden“ oder „ich werde ultracooler Chef eines Startups für xy“ formuliert sind, versüssen die Herausforderung.

Hoffen, geduldig sein und … durchhalten. Dann gäbe es noch den Spruch „Schliesst sich eine Tür, öffnet sich irgendwo ein Fenster“. Meine Devise. Auch wenn einem dieser Spruch natürlich den Ort und Zeitpunkt besagten Fensters vorenthält, ist er ein  wunderbarer Hoffnungsträger. Mein Fenster habe ich gefunden. Ihm ist es zu verdanken, dass ich nun wieder die Freiheit habe, Geld zu verdienen, einiges über mich gelernt habe und mein Durchhaltevermögen immer wieder aufs Neue testen. Und meine Zeit, hier zu schreiben, drastisch gesunken ist.
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Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Und das kann durchwegs was etwas Gutes sein. Auch wenn ich dazu neige, meine Lebensumstände im Griff haben zu wollen (das ist doch nicht verwerflich?), sorgt dieser Umstand für die entscheidenden Überraschungsmomente. Etwa, nun in einem Bereich zu arbeiten, den man vor einigen Jahren mit einem milde lächelnden Ja, genau abgetan hätte. Und es Spass macht.

Seizing the Day. In diesem Fall heisst das, an einem Wasserfall zu sitzen, gedankenverloren der vorbeiziehenden Ameisenstrasse zuzusehen und irgendwann zum Handy zu greifen, um diese Worte abzutippen. Precious free time. 

In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein wunderbares verbleibendes Wochenende und ein paar Sonnenstrahlen.

Kokos küsst Zitrone-Kuchen

adaptiert von What Katie Ate
ergibt einen kleinen Kuchen à 18 cm

Teig
3 gehäufte Esslöffel Kokosmehl
125 g Dinkelmehl
150 g weiche Butter
60 g Dinkelvollkornmehl
3 mittelgroße Eier
1 EL Milch
60 ml Zitronensaft
80 g griechisches Joghurt

Glasur
120 g Frischkäse, cremig gerührt
150 g Staubzucker, gesiebt
abgeriebene Schaler einer Bio-Zitrone
1 TL Zitronensaft
50 g Kokoshobel

Das Backrohr auf 160°C Ober- und Unterhitze vorheizen, eine kleine Springform mit Backpapier auskleiden.

In einer Schüssel das Kokosmehl mit dem Dinkelmehl und dem Backpulvermischen, beiseite stellen.

In einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker einige Minuten lang cremig schlagen. Die Eier nach und nach dazugeben, gut verrühren.  Milch, Zitronensaft, griechisches Joghurt unterheben. Zum Schluss die Mehlmischung dazu sieben, zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen. Für 15 Minuten backen, danach für weitere 30-35 Minuten bei 180° C backen. Stäbchenprobe machen.

Aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Glasur den Frischkäse in einer Schüssel glattrühren. Staubzucker darüber sieben, Zitronensaft und -Schale ebenfalls hinzufügen und für einige Minuten rühren. Die Creme in eine Schüssel umfüllen und abgedeckt für ca. 1 Stunde kalt stellen.

Sobald die Masse fest genug ist, den Kuchen rundherum damit bestreichen. Die Kokoshobeln gleichmäßig darüberstreuen.

Enjoy!

– Julz

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